Unsere Unterstützung

Seit der Vereinsgründung im März 2013 unterstützen wir das Waisenhaus Jephte mit Grundnahrungsmitteln, Schulmaterialien und einzelnen Förderungen beispielsweise für Strom oder Wasser.  U.a. bezahlten wir auch für vier Kinder die Ausstellung von Geburtsurkunden, um ihnen die Teilnahme an Schulprüfungen zu ermöglichen. Damit konnten wir ihnen den Weg auf eine weitergehende Schule bzw. in eine Ausbildung ermöglichen.

Für die operative Ausführung unserer Unterstützung haben wir ein Komitee von drei togolesischen Freiwilligen vor Ort in Togo, die regelmäßig (derzeit alle 14 Tage) Grundnahrungsmittel einkaufen und ins Waisenhaus bringen. Das Komitee ist auch für die Durchführung unseres Taxiprojekts zuständig, dessen Einnahmen ebenfalls für Nahrung ausgegeben werden.

Geschichte

Das Waisenhaus Jephte wurde von einem togolesischen Missionar gegründet. Vor mehreren Jahren sah er Kinder auf dem Markt schlafen und nahm sie bei sich auf. Er ermöglichte ihnen geregelte Mahlzeiten, ein Dach über dem Kopf und den Schulbesuch. Nach und nach kamen weitere Kinder dazu, die teilweise keine Eltern hatten, von zuhause ausgerissen waren oder deren Eltern mittellos waren. Nach einiger Zeit gründete er auch die Privatschule, auf der alle Waisenkinder gemeinsam unterrichtet werden.

Schließlich reichte das Haus des Gründers nicht mehr aus für die vielen Kinder und nach mehreren Umzügen kamen sie in das Haus, in dem sie heute wohnen.

Finanziell unterstützt wurde er dabei von seinem Bruder in Frankreich, was dazu reichte, dass die Kinder wenigstens genug zu essen hatten und die Schulkosten abgedeckt waren. Nach einem Unfall konnte der Bruder des Gründers das Waisenhaus leider nicht mehr unterstützen und seitdem ist es auf punktuelle Spenden angewiesen.

DIe Kinder beim Tanzen

Das Waisenhaus

Das Waisenhaus 2013

Die Situation der Kinder ist nicht mehr tragbar: Im Waisenhaus gibt es weder Betten noch Moskitonetze und auch keine ausreichenden sanitären Anlagen. Außerdem mangelt es immer wieder an Schulmaterialien, Kleidung und Essen. Gerade in der Trockenzeit fällt es dem Leiter des Waisenhauses schwer, Essenspenden für die Kinder zu bekommen, da die meisten Leute in dieser Zeit auch nur ihren Eigenbedarf decken können.
Zudem sind die Kinder meist auf sich allein gestellt und müssen ohne Betreuung waschen, kochen und ihre Hausaufgaben machen. Der Gründer ist zwar vor Ort, kann sich aber nicht um so viele Kinder gleichzeitig kümmern.

DIe Kinder beim Tanzen

Die Kinder beim Tanzen

Die Kinder

Die Kinder sind im Alter von drei bis zwanzig Jahren und können im Waisenhaus wohnen, bis sie ihren Schulabschluss erreicht haben. Nicht alle von ihnen sind Halb- oder Vollwaisen, es gibt auch Kinder, deren Eltern mittellos sind und nicht für sie sorgen können oder mit ihnen überfordert sind.

Die Schule

Bei der Schule handelt es sich um Unterstufe und Collège. Das Collège schließen die Kinder mit dem BEPC (Brevet d’Etude du Premier Cycle du secondaire) ab, welches einem deutschen Realschulabschluss gleich kommt. Wer darüber hinaus noch sein Abitur machen möchte, muss auf das öffentliche Lycée wechseln.

Eine Klasse im College

Eine Klasse im College

In der Schule, welche fünf Minuten vom Waisenhaus entfernt ist, sind sechs Lehrer angestellt. Durch die gesamte finanzielle Situation ist die Bezahlung der Lehrer oft schwierig, da das Gehalt in Togo normalerweise vom Schulgeld bezahlt wird. Es werden Biologie, Physik, Mathematik, Französisch, Geschichte, Erdkunde, Sport, Englisch und manchmal auch Deutsch unterrichtet.

 

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