Waisenhäuser sind in Togo mangels sozialer Sicherungssysteme und staatlicher Unterstützung völlig auf private Spenden angewiesen.

Bisher unterstützen wir regelmäßig zwei Waisenhäuser, vor allem durch die Finanzierung von Nahrungsmitteln.

Viel erfreulicher wäre es, wenn die Waisenhäuser nicht mehr abhängig von unseren Spenden wären. Doch wie kann das gehen, da ein Waisenhaus schwerlich selbst etwas produzieren und vermarkten kann? Unsere togolesischen Partner hatten nun eine innovative Idee:

Die Projektidee

Mangels öffentlicher Verkehrsmittel ist der Bedarf an Taxis in Togo sehr hoch. Das Vermieten von Autos an Taxifahrer ist eine übliche, geregelte Praxis und dadurch eine vergleichsweise sichere und rentable Einnahmequelle. Die Fahrer sind verpflichtet, täglich einen Mindestsatz bzw. einen prozentualen Anteil ihrer Einnahmen an den Vermieter zu zahlen.

Die Idee unserer togolesischen Freunde ist, die Ausgaben des Waisenhauses durch die Vermietung von Autos an Taxifahrer zu decken.

Die kalkulatorischen Überlegungen

Ein geeignetes Auto kostet in Togo zwischen ca. 2.300€ (Opel) und 4600€ (Toyota), wobei der Toyota als wesentlich langlebiger gilt. Für die Vermietung erhält man pro Tag 6.000 CFA, was gut 9€ entspricht. Pro Jahr lassen sich damit rechnerisch Einnahmen von 3.343,52€ generieren, also 1,4 mal so viel, wie der Opel kostet.

Von diesem Betrag sind noch abzuziehen: Das Gehalt des Taxifahrers, Versicherungsbeitrag, Beitrag für die private Pannenkasse und – um das Projekt nachhaltig zu gestalten – Rücklagen für den Kauf eines neuen Autos nach voraussichtlich drei (Opel) bzw. sechs (Toyota) Jahren.

Nach Abzug dieser Kosten erhält das Waisenhaus jährlich ca. 1580€. Dies klingt verglichen mit den 3.344€ gering, jedoch ist das restliche Geld im Sinne einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit angelegt: z.B. wird es zum Einkommen für die Familie des Taxifahrers, stützt als Ausgabe für Reparaturen die lokale Wirtschaft und stellt eine Verbesserung der Infrastruktur dar.

Kurz & Bündig – Unser Vorhaben

  • Ein vermietetes Auto finanziert das Essen für zehn Waisenkinder bzw. leistet eine Rundumversorgung für vier Kinder!

  • Nach nur anderthalb Jahren hat ein Opel so viel Geld für ein Waisenhaus erwirtschaftet, wie er ursprünglich kostet!

  • Zusätzlich stellt das Auto ein Einkommen für die Familie des Taxifahrers da und fördert die lokale Wirtschaft.

Unser Wunsch ist, drei Autos anzuschaffen und damit die Grundversorgung der Kinder im Waisenhaus NANOVIVO nachhaltig sicherzustellen. Dazu benötigen wir mindestens 6.900€ (für drei Opel) – Eigentlich nicht viel für eine langfristige Grundversorgung eines kleinen Waisenhauses, oder?! Wir hoffen auf Ihre Unterstützung!